VERANSTALTUNGEN

Fr 18.01.2019 | 19:00 Uhr

Reminiszenzen an die Kindheit - Vernissage in der Galerie N

Doron Elia, Raumobjekte, und Ruth Hampe, Wandobjekte

 Reminiszenzen an die Kindheit

Jede Person trägt ein Kind in sich; ein Kind, das seine Truhe voller Überraschungen, Träume und Spontanität und die für Kinder typische Erneuerungsfähigkeit verloren hat.

Die Wahrheit über die menschliche Spezies ist, dass wir in Körper, Geist, Gefühl und Verhalten geschaffen sind, um zu wachsen und uns zu entwickeln, wobei die kindlichen Züge eher betont als minimiert werden. Wir sind dazu bestimmt, in vielerlei Hinsicht kindlich zu bleiben; wir also nie angedacht waren, in der Art erwachsen zu werden, wie die meisten geworden sind. Heutzutage bewahren sich nur wenige Erwachsene diese kindlichen Visionen bis ins mittlere Alter. In unserer wohlhabenden westlichen Zivilisation können sich nur wenige Erwachsene mit sich selbst beschäftigen, d.h. einzig mit Hilfe ihrer Einbildungskraft und ihrer eigenen physischen Energie.

Trotz der Gründe für die Nichtverwirklichung der Kindheit hat sich in vielen Fällen und vielleicht gerade deshalb das Konzept des ‚inneren Kindes‘ entwickelt, um den Verlust dieser Vision auszugleichen. Das Kind musste ‚in den Untergrund gehen‘ und auf bessere Zeiten warten, in denen es wiederauftauchen kann.

                               Doron Elia

 

Zur ersten und wohl zugleich letzten Ausstellung in den Räumen Leinstraße 6 im Jahr 2019 laden die Mitglieder der GalerieN herzlich ein. Die Vernissage findet am Freitag, 18.01. um 19 Uhr statt.

Von den Arbeiten der beiden Gastkünstler Doron Elia aus Haifa in Israel und Ruth Hampe aus Bremen/Freiburg waren die Mitglieder auf den ersten Blick begeistert. So freuen sie sich, dass diese beiden Künstler keine Mühe gescheut haben, um der Einladung nach Nienburg zu folgen. Beide Künstler sind überzeugt, dass jede Person ein Kind in sich trägt, ein Kind, das seine Truhe voller Überraschungen, Träume und Spontanität sowie die für Kinder typische Erneuerungsfähigkeit in sich birgt.

Eigentlich, so meinen die Künstler, sind wir in Körper, Psyche und Geist, in unserem Gefühl und Verhalten dazu bestimmt, auf eine Weise zu wachsen und uns zu entwickeln, die kindliche Züge eher betont als minimiert. In vielerlei Hinsicht gilt es unsere kindliche Herangehensweise zu bewahren und das Erwachsenenwerden damit zu kreuzen; oder wie einst Sergei Tretjakow hervorhob: „Erinnern wir uns: Jeder Mensch zeichnet in seiner Kindheit, tanzt, denkt sich treffende Wörter aus und singt. Warum dann aber genießt er, wenn er erwachsen ist, selbst extrem ausdrucksarm geworden, nur manchmal die ‚Schöpfung‘ eines Künstlers?“

Heutzutage erhalten sich nur wenige Erwachsene diese kindlichen Visionen bis ins mittlere Alter, und nur wenige können sich in unserer wohlhabenden westlichen Zivilisation selbst nur mit Hilfe ihrer Einbildungskraft und ihren eigenen physischen Fähigkeiten beschäftigen. Im Hinblick auf eine Nichtverwirklichung der Kindheit hat sich in vielen Fällen und vielleicht gerade deshalb das Konzept des ‚inneren Kindes‘ entwickelt, um den Verlust dieser Vision auszugleichen. Das Kind musste ‚in den Untergrund gehen‘ und auf bessere Zeiten warten, in denen es wiederauftauchen kann.

Unter dem Ausstellungstitel „Reminiszenzen an die Kindheit“ zeigt Ruth Hampe zarteste Gebilde aus Papier mit Textil und Doron Elia plastische Objekte einer Welt faszinierend fremder und bekannter Figuren.

Doron Elia lebt und studierte in Haifa, Florenz und London Malerei, Grafik und Bildhauerei. Zuletzt stelle er gemeinsam mit Ruth Hampe in Sabae in Japan aus. Die Künstlerin Prof. Dr. Ruth Hampe lehrt Rehabilitation und Kunsttherapie an der Katholischen Hochschule Freiburg. Es ist ihr gelungen ihre freie künstlerische Tätigkeit auch während ihrer Lehrtätigkeit weiterzuführen. Wir freuen uns auf diese interessanten Gastkünstler in der GalerieN und laden Sie herzlich ein sie ebenfalls kennen zu lernen. Die Künstler werden zur Vernissage anwesend sein. Die Ausstellung kann bis zum 16. März 2019 zu den Öffnungszeiten besucht werden. Bitte achten Sie auf weitere Ankündigungen der Presse zu Terminen während der Ausstellungszeit.  

 

Fotos: Doron Elia und Ruth Hampe


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